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Tag der offenen Tür an der Rudolf-Koch-Schule am 29.01.2010

"Soll ich Ihnen erzählen, was wir in unserem Projekt gemacht haben?" So hilfbereit und freundlich wie von Annika und Isabell - die zu ausgeliehenen Bilderbüchern aus der Kinderbuch-Ausstellung des Klingspor-Museums neue Geschichten geschrieben haben - wurden die Besucher der Rudolf-Koch-Schule (RKS) am Tag der offenen Tür an vielen Klassenraumtüren begrüßt. Fremdsprachliche, natur- und gesellschaftswissenschaftliche, geschichtliche und künstlerische Themen sowie Sport konnten Schülerinnen und Schüler aus einem Angebot von mehr als 30 Projekten wählen.

"Kriterien für die Zulassung der Projekte waren, dass sie fächerübergreifend, auf den Lehrplänen basierend, auf Eigentätigkeit zielend und produktorientiert sind" sagt Monika Malouschek, die mit ihren Kollegen Timo Jowicic und Felix Wiedergrün das Leitungsteam bildete. "Durch die langfristige Vorplanung bestand für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eigene Interessen zu formulieren und mit einzubringen." So wurde am "Kultobjekt Jeans" klar, dass die ursprünglich robuste blaue Arbeitshose verschiedene Phasen modischer, aber auch weltanschaulicher Entwicklungen hinter sich hat. Lebens- und Bauformen des Mittelalters spiegelten sich in einem großen Burgmodell wider. Wie das Gehirn Wahrnehmungen filtert, wie die chemische Beschaffenheit von Nahrungsmitteln ist, wie ein Film durch gestalterische Mittel auf uns wirkt - vieles davon wurde sogar in bilingual, d.h. in deutsch- und fremdsprachlich konzipierten Projekten erarbeitet.

Baumwolle, Tee, Kaffee - sein Vorhaben über tropische Nutzpflanzen als Nahrungsmittel- und Bekleidungslieferanten und wie sie verarbeitet werden, hat Yoshimune Feldmeier mit einem Besuch im Palmengarten in Frankfurt unterstützt. "Die Mitarbeit war überwiegend gut und für die meisten mit Spaß verbunden. Die Fragen an die Führerin im Palmengarten waren auf einem so hohen Niveau, dass diese sprachlos war. Ein solche Schülergruppe hatte sie noch nicht erlebt - und war verdutzt, als sie erfuhr, dass es Offenbacher waren."

Das besonders die künstlerischen und darstellerischen Fähigkeiten fördernde Profil der RKS demonstrierten 3 Theateraufführungen und 4 Kunstprojekte. Schon mit Sechsklässlern wurden englischsprachige Szenen entwickelt. Ältere Schüler stellten eindrucksvoll dar, wie sich der Ehrgeiz einer Mutter deformierend auf den Charakter ihrer Tochter auswirken kann, wenn sie diese zu einem Casting-Termin zwingt.

Die Anstöße, die aus der Zusammenarbeit der RKS mit außerschulischen Künstlern und Museen entstehen, waren eindrucksvoll exponiert: Porträtmalerei korrespondierte mit traditionellen Darstellungstechniken wie Scheren- und Messerschnitt und einer raumfüllenden Installation von künstlerisch verfremdeten Alltagsgegenständen. Individuelle Glücksvorstellungen reflektierten sich in digital fotografierten und montierten Bildern.

Diese Projektgruppe entwarf auch das Plakat, das für den "Tag der offenen Tür" warb: Lichtdurchflutete moderne Leichtmetall-Glastüren und blaue Holztüren, von denen manchmal schon der Lack abgeplatzt ist; unlackierte Behelfstüren mit Schülersprüchen und Zeichnungen und vernagelte Durchgänge: Die momentane, durch den Um- und Neubau gekennzeichnete Situation an der RKS, optisch auf den Punkt gebracht.

Wie die RKS als Schule mit pädagogischer Mittagsbetreuung im Alltag funktioniert und was sie kontinuierlich anbietet, erfuhren die Besucher an Schautafeln und im persönlichen Gespräch mit Personen aus der Schulleitung. Im neuen Sozialgebäude werden täglich 100 Mittagessen frisch serviert. Es gibt Hausaufgabenhilfe für die 5. Klassen und Betreuung bei Lese-Rechtschreib-Schwäche; 14 AGs von Chorsingen über Philosophie, Robotik, Theater, Tontechnik, Kunst und Fremdsprachen, Sport bis hin zum Sanitätsdienst können besucht werden. Sozialpädagogin Margret Witte und ihr 30-köpfiges Team aus Oberstufenschülern, Lehrern, Studenten und Referendaren realisieren dieses Angebot.

Als Besonderheit veranstaltet die RKS das Betriebspraktikum nicht nur in der Klassenstufe 9, sondern auch in der Stufe 12. Damit wird für viele Schülerinnen und Schüler die Beschäftigung mit ihrem Studien- oder Berufswunsch nochmals aktualisiert. Französisch kann als 1. Fremdsprache gewählt werden. Wer dies tut, wird mit einem besonderen Bonbon belohnt: Es winkt ein Aufenthalt bei einem Austauschschüler bzw. einer Austauschschülerin an einem lycèe in der Provence bzw. in den Cevennen.

Hartmut Wirth

RKS-Weihnachtskonzert am 15.12.2009

Weihnachtskonzert in der Rudolf-Koch-Schule - wie kann das gestaltet werden an einer Schule, in der Menschen aus über 25 Nationen und den verschiedensten Religionsgemeinschaften zusammen leben und lernen? "Deswegen ist unser Programm sehr gemischt: Ganz traditionelle Weihnachtslieder, aber auch aktuelle Popmusik, Blues und Lateinamerikanisches wird es geben; bunt gemischt eben", verrät Anne Weber, Musiklehrerin an der RKS. Genauso bunt und weit ist die Bandbreite von Ensembles und Solisten an der Rudolf-Koch-Schule.

Ihre Kollegin Marianne Santamaria eröffnet dementsprechend zusammen mit der Musik-AG den Abend mit einem lebendig vorgetragenen Medley aus tradierten Weihnachtsliedern, aber auch amerikanischen Santa-Claus-Songs. Xylophone und Bongos geben das rhythmische Gerüst zu den klavierbegleiteten Liedern und brechen das Eis. Das Publikum klatscht die letzten Lieder angeregt mit. In diese Stimmung springen die anderen Ensembles hinein: Die Klasse 5a bringt das fetzige "Alles nur geklaut" von den Prinzen, die Klasse 9b die gefühlvolle Ballade "My Heart Will Go On" von Celine Dion und die "Stille Nacht" und animiert zum Mitsingen.

RK-Stomp entpuppt sich als lebendiges Boomwhacker-Emsemble, das unter Anne Webers Leitung die "Jingle-Bells" aus gestimmten Kunststoff-Röhren klingeln lässt. Beim "Wickie-Blues" wird besonders deutlich, wie perfekt abgestimmt das Ensemble mit den Boomwhackern umgehen kann und damit gleichzeitig Melodie und Rhythmus erzeugt. RK-Stomps gesangliches Pendant heißt RK-Swing und rockt so intensiv "Around The Christmas Tree", dass auch für nichtchristliche Besucher das Mitsingen nicht zum Problem wird.

Gerrit Ebeling traut sich als routinierter, technisch begabter Pianist an Stücke, die außerhalb des Mainstream-Geschmacks liegen - und bekommt heftigen Applaus für seinen perlenden, jazzig-federnd vorgetragenen "One Note Samba" von Carlos Jobim und den Swing-Klassiker "Li´l Darling". Moussa Diabate mit seinen Rastalocken und dem strahlenden Lachen ist inzwischen so etwas wie das musikalische Ausgängeschild der RKS. Ihm gelingt es vor der Pause, auf der Djembe mit einer Percussion-Improvisation das Publikum zu Begeisterungsstürmen zu treiben. Intrikate Rhythmen, Variationen, Tempoverzögerungen und -steigerungen, dynamische Abstufungen, scharfe rimshots und dumpfe Fellklänge - Moussa hat das alles scheinbar mühelos drauf.

Mit Rihannas "Unfaithfull" stellt sich Senna Sahin als begabte Gesangssolistin vor. Golschan Boroshaki intoniert gefühlvoll, mit überzeugendem stimmlichen Volumen Leanard Cohens "Hallelujah" und wird mit Ovationen belohnt, ebenso wie Mical Isayas für ihre Interpretation von Whitney Houstons "Greatest Love Of All". Mical verfügt in den Grundtönen über eine dunkel timbrierte, warme Stimme, die in höheren Lagen klar strahlen kann, und über einen großen Dynamikbereich. Stimmlich anspruchsvoll ist auch der Song "Hello" von Evanescence. Kein Problem für Fee-Alin Angetter, die die schwierigen Harmonieverläufe souverän meistert, von Dominik Kociok am Klavier adäquat begleitet.

"Die Idee, Schillers Gedicht An Mina als Rap zu gestalten, habe ich zusammen mit den Schülern umgesetzt. Schillers Versrhythmus führte zwingend in den flow, den man für einen Rap braucht, den Rhythmus haben wir dann über eine Beatbox weiter entwickelt und die Rap-Soli dazu passend arrangiert." Ole Haubner, Musiklehrer an der RKS, animierte seine Klasse 11 zu diesem Experiment: Erst Schillers Gedicht sprachlich vorgetragen - dann der mit Bass, Drums und Keyboard begleitete Rapgesang. Beides zusammen wird zu einem originellen Gesamtkunstwerk.

Und dann der effektvolle Schlusspunkt: Der von Dr. Martin Trageser geleitete Oberstufenchor mit 4-stimmigem a-capella-Gesang. Die rhythmisch und harmonisch sehr anspruchsvollen Arrangements von "More Than Words" und "Down By The Riverside" gelangen äußerst plastisch und durchhörbar, gleichzeitig verfügt der schlank besetzte Chor über genügend Volumen, die Aula klanglich zu füllen.

Viel Grund zu Begeisterung also und zum Dank, den Schulleiterin Christiane Rogler allen Beteiligten und der Fachschaft Musik aussprach. "Heute waren die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und haben einen rundheraus gelungenen Abend gestaltet", freute sie sich. Dazu gehörten auch Sabine Holler und Elternbeiratsmitglied Petra Wenig-Wefers, die die effektvolle Weihnachtsgbaum-Dekoration für die Bühne gestalteten. Passend zur kalten Jahreszeit servierte der Freundeskreis der Rudolf-Koch-Schule Glühwein und nichtalkoholische Getränke und einen kleinen Imbiss, die SV bot Gebäck an. Traditionell geht der Erlös an die Kirchengemeinden, die die Aktion "Essen und Wärme" für Bedürftige in Offenbach durchführen. Und vielleicht erfüllt das Christkind beim nächsten Konzert den Wunsch einiger Besucher nach größerer Ruhe und Konzentration im Auditorium während der musikalischen Darbietungen. Darüber würde sich auch das zwei Mal besungene rotnäsige Renntier Rudolph bestimmt freuen, weil es dann den Text besser verstünde.

Hier gibt es mehr Bilder vom Weihnachtskonzert

Hartmut Wirth

Wasserschaden wird schnell behoben: Rudolf-Koch-Schule bekommt 10.000 neue Bücher

Bald füllen neue Bücher die leeren Regale: Schulleiterin Christiane Rogler, Stadtschulamtsleiter Thomas Löhr und Schulbibliotheksleiterin Franca Wonner (v.r.) im Keller der Rudolf-Koch-Schule. Die rund 750 Schülerinnen und Schüler an der Rudolf-Koch-Schule in Offenbach können sich freuen: In vielen Fächern bekommen sie bis zum Jahresende 2009 nagelneue Lehrbücher. Grund für die Anschaffungen ist ein Unwetter, das Mitte August den Keller des Gymnasiums überschwemmte - und etwa 10.000 Bücher ruinierte, die dort wegen der derzeitigen Modernisierungsmaßnahmen gelagert waren. Doch dank unbürokratischer Hilfe von vielen Seiten lief der Unterricht nach den Sommerferien (fast) wie gewohnt an, und in dieser Woche werden bereits die ersten neuen Bücher bestellt.

"Die Stadt hat der Schule so schnell wie möglich geholfen", betont Thomas Löhr, Leiter des Stadtschulamtes. So haben Magistrat und Stadtverordnetenversammlung am 2. und 3. September quasi in Rekordzeit bewilligt, dass dem Gymnasium 188.000 Euro aus dem Haushalt zur Verfügung gestellt werden. Hinzu kommen 5.000 € für zusätzliches Personal, das nun hilft, rasch den genauen Schaden zu erfassen und die nötigen Bücher zu ordern. Die GBM Gebäudemanagement GmbH spendete 1.200 Euro, um Kopien aus noch vorhandenen Büchern zu machen. Zudem lieh die Stadt der Rudolf-Koch-Schule (RKS) einen Risographen, eine Art High-Speed-Drucker, um Bücher zu vervielfältigen.

Das Gymnasium in der Schlossstraße wird seit Mai 2008 zur Ganztagsschule ausgebaut. Im Zuge der Neubau- und Sanierungsarbeiten erhielt auch die Bibliothek u.a. neue Heizungen und Leitungen. "Wir haben diese Maßnahmen genutzt, um alle Bücher auszulagern und eine Inventur zu machen", sagt Schulleiterin Christiane Rogler. Alle 26.000 Werke wurden dann vor den Sommerferien in Kartons gepackt und im Keller gelagert. "Wegen der Baustellensituation war das kaum anders machbar, und eine Containerlösung erschien uns zu unsicher", erinnert sich Schulamtsleiter Löhr. Mit einem so heftigen Unwetter wie in der Nacht auf den 11. August habe niemand rechnen können. Die Fluten drangen in den Keller ein und durchweichten die untere Reihe der Kartons; damit fielen etwa 10.000 der insgesamt 26.000 Bücher buchstäblich ins Wasser.

Eine Nachfrage bei der Kämmerei bestätigte, dass in diesem Fall keine Versicherung zahlt: Die Stadt ist nur gegen Leitungswasser- und Sturmschäden versichert, nicht gegen einen Elementarschaden, um den es sich an der RKS handelte. "Die Prämie dafür wäre exorbitant hoch", weiß Löhr. Also wurde umgehend eine Vorlage für den Magistrat erstellt, um zu erreichen, dass die neuen Bücher aus dem Haushalt finanziert werden können. Um dafür den genauen Schaden zu beziffern, arbeitete die Lehrerin und Schulbibliotheksleiterin Franca Wonner auf Hochtouren: Sie nahm erneut den Bestand auf und stellte fest, welche Bücher noch tauglich waren und welche nicht. Kollegen, Eltern und Schüler boten ihre Hilfe an. "Es war stressig, aber wir haben es bis zur Magistratssitzung am 2. September geschafft und dadurch einen Monat Zeit gewonnen", freut sich Wonner.

"Wir haben ein neues Wir-Gefühl entwickelt" Nachdem die Summe bewilligt wurde und die Finanzverwaltung Ende vergangener Woche die Mittel freigab, beginnt nun die Inventur von neuem: Die zerstörten Bücher werden mit ISBN-Nummer erfasst und nach Absprache mit den Fachbereichsleitern neu bestellt. Ein Mitarbeiter der Gewerblich-Technischen Schulen sowie zwei weitere Kräfte unterstützen Franca Wonner bei dieser Aufgabe. Das Nötigste wird in dieser Woche geordert, die Kontakte zu den Lieferanten stehen schon, und bis zu den Weihnachtsferien soll der Bestand wieder komplett aufgestockt sein. Bis dahin ist jeden Nachmittag der Kopierer im Einsatz: Die Schüler helfen mit, alle Aufträge der Lehrer zu erfüllen. "Der Unterricht ist definitiv nicht beeinträchtigt", versichert die Direktorin.

So wurde die durchaus ernste Situation bestmöglich gelöst - und die Beteiligten können ihr sogar etwas Positives abgewinnen. "Wir haben ein neues Wir-Gefühl entwickelt", sagt Christiane Rogler. Auch die Eltern hätten sehr freundlich und verständnisvoll reagiert. Zudem sei das Archiv mit Abiturs-Zeugnissen, historischen Büchern und Rudolf-Koch-Schriften glücklicherweise nicht betroffen. Und Franca Wonner, die längst alle Bücherkisten ausgeräumt hat, kann künftig den Bestand online erfassen: "Das vereinfacht die Verwaltung und die Ausleihe."


Aufführung der Theater-AG

Am 25.6.2009 um 19 Uhr 30 im Filmsaal der Rudolf-Koch-Schule. Der Eintritt beträgt 2 Euro 50 für Schüler und 4 Euro für Erwachsene.

Eine weitere Aufführung findet am 2.7.2009 im Mousonturm in Frankfurt am Main statt. Hier können dafür Karten bestellt werden.


Bonnie und Clyde im JUZ

Die Geschichte von Bonnie und Clyde ist schnell erzählt. Zwei gegen den Rest der Welt. Ein Paar für die Ewigkeit. Sie treffen sich. Sie lieben sich. Sie kämpfen sich durchs Leben. Im Mittelpunkt stehen Bonnie Parker und Clyde Chesnut Barrow, die während der ersten Weltwirtschaftskrise durch den Südwesten der USA reisten und eine Spur der Verwüstung hinter sich herzogen. Schätzungen zufolge waren sie verantwortlich für 13 Morde und ein Dutzend Bankraube. Hinzu kamen zahlreiche Überfälle auf Läden und Tankstellen.

Thomas Richardt hat 2005 diese Geschichte für eine ganz eigene Fassung genutzt, indem er zugleich " den Mythos beschwört und dekonstruiert" (Anmerkung des Verlags Felix Bloch Erben).

Der DS Kurs 12, unter der Leitung von Gebhard Asal, hat sich große Mühe gegeben, aus dem vorliegenden Stück etwas für Sie und für sich zu machen und hofft auf zahlreiches Erscheinen am 16.6. oder auch am 17.6., jeweils um 19:30 Uhr im JUZ in der Sandgasse 26!


fremd

Eine Kleinstadt, ein Dorf, ein Stadtteil, man weiß es nicht, in jedem Fall geht es um ein enge Gemeinschaft von jungen Menschen, die wenig mit sich anzufangen wissen. Beziehungen sind beliebig und die Sehnsucht nach etwas Besonderem, Außergewöhnlichem ist groß. Erich will zum Bund, Ingrid möchte Sängerin werden, Marie sucht Zuneigung, Gunda will nur einen Mann und im Grunde öden sich alle nur an. Da kommt eines Tages ein Fremder in diese Gemeinschaft, der eigentlich nur Arbeit sucht. An ihm entzünden sich Neugier, Sehnsucht, Neid, Angst vor der eigenen Leere und andere diffuse Gefühle, die die Gemeinschaft der Menschen vor Ort zu sprengen drohen.

In der Begegnung mit "dem Fremden" werden nicht nur die Figuren im Stück, sondern auch die Schauspielerinnen und Schauspieler mit sich selbst und ihren Grenzen konfrontiert.

Der Kurs "Darstellendes Spiel 13" der Rudolf-Koch-Schule präsentiert sein multimediales Projekt am 05. März um 20 Uhr im Musiksaal der Rudolf-Koch-Schule.

Die Schülerinnen und Schüler freuen sich auf Ihren Besuch!


Glanzvolle Auftritte während des Jahresabschlusskonzerts der Rudolf-Koch-Schule

Die Schulleiterin Christiane Rogler und Dr. Martin Trageser, Musikkollege, zeigten sich sichtlich erfreut über die vollbesetzte Aula des Rudolf-Koch-Gymnasiums. Beide begrüßten die anwesenden Zuhörer zum schon zur Tradition gewordenen Jahresabschlusskonzert am Dienstag, den 16.Dezember 2008. Es dauerte wahrlich nicht lange bis der musikalische Funken von der Bühne in das Publikum übersprang, wartete man in diesem Jahr schließlich mit einer Reihe an Überraschungsauftritten auf.

Den ersten Teil eröffneten die Musik AG und die Flötengruppe der 6c unter der musikalischen Leitung von Marianne Santamaria. Bekannte Stücke wie "The Lion Sleeps Tonight", "Kumbaya" oder "Rockin´ Around the Christmas Tree" wurden zu Gehör gebracht. Besonders begeistert war das Publikum von Serif Kayas aus der 5.Jahrgangsstufe, der auf der Querflöte "Go, Tell it on the Mountains" seinen Solo-Auftritt gekonnt meisterte.

Im Anschluss an den ersten Block überzeugte die Stimme der Schülerin Golschan Boroshakis mit "If Ain´t Got You" von Alicia Keys. Erstmals präsentierten sich Golschan Boroshaki, Mical Isayas und Thuy Linh Ly mit einer A-capella-Performance und damit das Lied "Imagine" von John Lennon.

Ebenfalls zum ersten Mal hatte die Theater AG für das Jahresabschlusskonzert zwei Szenen vorbereitet. In der ersten Geschichte "Der Weihnachtsmann" ging es um einen jungen, betrunkenen Mann, der von einem anderen Mann ein Weihnachtspaket gestohlen bekam. Dieses Geschenk wollte eine andere junge Frau auch haben. Bevor der Streit um das Paket eskalieren konnte, trat der Weihnachtsmann auf, der die Frau in seinen Geschenkesack so tief blicken lies, um sie schließlich darin einzupacken.

Bevor die Zuhörer in die Pause gehen konnten, um sich am Stand des Fördervereins entweder eines der neuen Schul-Shirts, eine Brezel oder einen Glühwein zu kaufen, hatte die Percussion AG ihren ersten Auftritt. Es war schon bemerkenswert wie einfallsreich die Gruppe von Schülerinnen und Schülern war. Mit Hilfe von schulüblichen Gegenständen zauberten sie nicht nur einfache Rhythmen, sondern unterhielten das staunende Publikum mit den Liedern "Boomwhacker Walzer" und "Classroom Percussion".

Zu Beginn des zweiten Teils sang Thuy Linh Ly das Lied "There You´ll Be" von Diane Warren. Dabei wurde sie von Anne Weber am Keyboard begleitet. Daraufhin folgte ein weiterer Auftritt der Theater AG mit der Szene "Fröhliche Weihnachten". Durch die Zuschauerreihen quälte sich eine mit Einkaufstüten vollbepackte Mutter, die dem Auditorium frohe Feiertage wünschte. An der Bühne angekommen, prallten die Wünsche ihrer Kinder, die sich im OFF befanden, auf die Mutter so lange ein, bis sie schließlich zusammenbrach. Auch an dieser Szene wurde deutlich wie weit das Spektrum der Theaterarbeit an der Rudolf-Koch-Schule reicht und welchen wichtigen Stellenwert diese im Schulalltag einnimmt.

Der Mittelstufenchor erfreute die Zuhörer mit den Liedern "Another Rock ´n´ Roll Christmas" und "Happy Day". Fast hätte man denken können, Alanis Morisette hätte einen Gastauftritt mit "Ironic" gehabt, als Katharina Hild sehr gefühlvoll mit dem Gitarristen Florian Reitz ihren Solo-Auftritt absolvierte. Das Duo wurde bei "Please Mr. Postman" von Fee-Alin Angetter und Anne Weber unterstützt.

Schließlich trug Mical Isayas das Lied "One Night Only" vor. Katharina Hild, Irina Hoffmann und an der Gitarre Florian Reitz überzeugten mit "Give Them Thy Fingers". Sehr stilvoll und keineswegs altbacken beendete das Trio das Konzert mit "Maria durch ein Dornwald ging".

Zum Schluss hatten der Schulelternbeiratsvorsitzende Herr Schickedanz und Schuldirektorin Christiane Rogler allen Grund, den Mitwirkenden auf und hinter der Bühne sowie insbesondere den Kollegen der Fachbereiche Musik und Darstellendes Spiel Dank zu sagen für einen eindrucksvollen musikalischen Abend.

Einer langen Tradition folgend werden die eingenommenen Spendengelder auch für die Aktion "Essen und Wärme" verwendet. Wir danken Ihnen für Ihre Spendenfreundlichkeit!

Zum 16. Mal organisiert die Ökumenische Initiative "Soziale Not in Offenbach" die Aktion "Essen und Wärme". Nacheinander übernehmen verschiedene Kirchengemeinden die Aufgabe, Bedürftige täglich mit preiswertem Mittagessen zu versorgen.

Felix Wiedergrün


Bauvorhaben an der RKS

Die Stadt Offenbach baut im Rahmen des 10-Jahres-Schulsanierungsprogrammes die Rudolf-Koch-Schule Schule zu einem ganztägig arbeitenden Gymnasium mit Mittagsversorgung aus. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Offenbach hat am 31.01.2008 die Ausführung der hierfür erforderlichen Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen beschlossen.

Zunächst wurde mit dem Neubau eines Cafeteriagebäudes mit Begegnungs- und Freizeitbereichs begonnen. Im Rahmen der umfangreichen Baumaßnahmen erfolgt der Anbau eines Klassenraumtraktes und einer Bibliothek / Mediothek an das Bestandsgebäude. Die vorhandenen Räumlichkeiten werden umfassend saniert und energetisch optimiert.

Zusätzlich zum Bestand werden folgende Räume geschaffen:

Cafeteria150 m2
Küche60 m2
Begegnungs- u. Freizeitbereich150 m2
Bibliothek, Mediothek200 m2
Hausaufgabenräume90 m2
2 Klassenräume140 m2
Ersatz für Klassenräume in den baufälligen Pavillions280 m2
Differenzierungsräume100 m2

Die Baumaßnahmen begannen im April 2008. Grundsteinlegung war am 16. Mai 2008, geplantes Ende der Baumaßnahme August 2010. Im Zuge der Baumaßnahmen ist die hinlänglich bekannte räumliche Enge in der Rudolf-Koch-Schule noch größer geworden: Der Kellerbereich kann ab diesem Schuljahr nicht mehr benutzt werden. Für die Werk- und Kunsträume dort musste ebenso ein räumlicher Ersatz gefunden bzw. geschaffen werden wie für den großen Vorraum, in dem die Gruppen und Kurse des Darstellenden Spiels gearbeitet und geprobt haben. Als Ausweichmöglichkeiten können wir momentan drei Räume des GTS-Pavillons nutzen. Allerdings werden wir mit weiteren Einschränkungen zu rechnen haben. Auch die Lärmbelästigung durch die Baumaßnahmen werden anhalten.

Wir stehen mit der Bauleitung in gutem Kontakt. In regelmäßigen Abstimmungsgesprächen mit der Projektleitung der EEG und dem Architekten werden von unserer Seite aus alle Probleme vorgetragen. Gemeinsam versuchen wir Lösungen zu finden und die Situation so erträglich wie möglich zu gestalten.


Bella Italia

"Bella Italia!" Wahrlich, Italien ist ein schönes Land. So sehen das auch die Schüler im Darstellenden Spiel Kurs, die am Montag den 2. Juni ihre Premiere hatten.

Jegliche Gruppierungen von deutschen Touristen finden sich in Form einer Reisegruppe zusammen. Da prallen die Interessen aufeinander. Der Eine möchte eine Bergwanderung machen, die Mädels dagegen lieber shoppen und Party machen, der andere möchte einfach seine Ruhe haben und "das Meer sehen" und schließlich Karlheinz, wohl der inoffizielle Leiter dieser Chaosgruppe, der versucht ein wenig deutsche Kultur zu bewahren und bei einer Runde Grappa auf alle Fälle dabei ist. Bei "Grappa" sind sich dann auch alle einig. Auf zur nächsten Schnapsbude und einen Heben gehen. Ganz so extrem ist es dann doch nicht. Denn die Reisetruppe landet in dem typisch italienischen Restaurant Da Angelo, dessen Besitzer Angelo sich auf die deutschen Touristen spezialisiert hat und mit seiner Kölnschen Nichte Luisa gemeinsam den Laden schmeißt. Eine Runde Grappa wird bestellt und in guter Laune erinnert man sich an das gemeinsam Erlebte. Da wäre beispielsweise die Reise nach Russland oder der letzte Abend in der Disko, wo Karlheinz eine Liaison mit der reizenden Dame, die bereits im Voraus einen italienischen Kurs belegt hatte, hatte, zum Ärgernis seiner Frau. Das Gegröle stört die Gäste, worauf diese sauer das Lokal verlassen. Die Reisetruppe interessiert das herzlich wenig. Sie sind da, um Urlaub zu machen und da kennt Toleranz nun eben seine Grenzen. Am Ende kommt es zwar zu keinem abgeschlossenen Ende, aber ist das wohl auch in diesem Stück nicht so wichtig. Denn mit der witzigen und erfrischenden Art der Schauspieler, hat man selbst die nervigste Charaktere ins Herz geschlossen.

Für die amüsante Show probte der DS- Kurs das ganze Jahr. Sie änderten das vorgegebene Stück um, kürzten die ein oder andere Strophe und herauskam ein lustiges, wenn auch ein wenig kurzes Theaterstück, das die Zuschauer mit einem Lächeln auf dem Gesicht verließen.

Leonie Rupert

Rudolf-Koch-Schulsanitäter erreichen 3. Platz bei Wettbewerb

Der Schulsanitätsdienst der Rudolf-Koch-Schule belegte auf dem "Tag des Schulsanitäters", der von der Unfallkasse Hessen am 31. Mai 2008 veranstaltet wurde, den 3. Platz beim Wettbewerb "Hessen sucht die Supersanis". Angetreten waren 12 ausgewählte Schulen aus ganz Hessen, die sich ein dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Bewertet wurden von der Juri ein von jedem SSD selbst gewähltes Fallbeispiel und eine Präsentation des Alltags der SSDs in insgesamt 10 Kategorien. Den ersten Platz belegte der Schulsanitätsdienst der privaten Marienschule Limburg, gefolgt von der Matrin-Luther-Schule Rimberg.

Die Schulsanitäter der RKS, die es erst seit dem Schuljahr 2004/2005 gibt, hatten zum ersten Mal bei deinem Wettbewerb teilgenommen und hatten sich seit Februar 2008 in ihren wöchentlichen AG-Sitzungen auf dieses Debüt vorbereitet. Unterstützt werden sie seit Frühjahr 2007 vom ASB Mittelhessen und der Ortsvereinigung Offenbach. Zusammen mit der Urkunde wurde den Schulsanitätern von Vertretern der Unfallkasse Hessen auch ein Scheck über 300 Euro überreicht; dieses Preisgeld wird zur Anschaffung neuer Geräte für den Schulsanitätsdienst verwendet.


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